Frieden schließen mit der Vergangenheit

Ich will ein anderes Leben führen. Alles soll anders werden. Wenn ich mich doch nur mehr freuen könnte und wieder fröhlicher wäre.

 

Warum passiert ausgerechnet mir immer so was Blödes?

 

Kennst du solche Gedanken?

 

Du hast einen Fehler gemacht und du lehnst dich ab. Du findest deine Situation beschissen und würdest am liebsten davonlaufen.

 

Nichts von alldem, was du tust, ist gut genug und wird von dir zerrissen.

 

Du urteilst hart und fügst dir damit noch mehr Schmerzen zu.

 

Dein Inneres leidet, vielleicht hast du sogar Schmerzen oder schreist gleich bei jedem Infekt "Hallo".

Solche Stimmungen können auch begleitet werden von Müdigkeit, vielleicht neigst du auch zur Depression, Entscheidungen fallen schwer und manchmal geraten wir in einen Zustand der Handlungsunfähigkeit. Nichts geht mehr und alles, was du erlebst scheint einer Pechsträhne zu gleichen, die dich hungrig macht und unzufrieden.

 

Ich kenne dieses "Loch" nur allzu gut und habe lange versucht wegzulaufen. Ich wollte allen schlechten Erfahrungen aus dem Weg gehen und nur noch das Gute sehen.

 

Der Abgrund, in dem ich mich befand, schien unüberwindbar und zum Glück merkte ich bald, dass ich etwas an meinem Denken ändern musste, um frei zu sein.

 

 

Ja, ich hatte mich verstrickt in meinen eigenen Gedanken und alles, was seht tat, war mir zu viel oder durfte nicht sein.

 

Nur die Liebe zählte.

 

Angst, Wut, Unzufriedenheit durften einfach nicht sein.

 

Vielleicht kennst du das auch: Du lehnst dich ab, weil du jemanden oder etwas hasst, du lehnst dich ab, weil du wütend wirst oder unzufrieden bist.

 

Womöglich hast du schon einmal irgendwann in deinem Leben gehört: "Wie kannst du nur unzufrieden sein, dir geht es doch so gut." Oder: "Reiß dich zusammen, du musst jetzt nicht so herumschreien." Meist hast du das als Kind schon gehört und es sitzt tief in dir drin.

 

Erst wenn du anerkennst, dass auch diese Gefühle sein dürfen und alles, was du bisher erlebt hast, in Ordnung war und ist, kannst du in Frieden kommen mit dir.

Du musst nichts korrigieren. Alles gehört so zu deinem Leben wie es war und ist. Es sind deine ganz persönlichen Erfahrungen.

 

Wenn du beginnst anzunehmen, können heftige Gefühle in dir aufsteigen. Gefühle von Traurigkeit, Angst Wut und vieles mehr. Erlaube diesen Gefühlen, da zu sein und wenn du magst, atme sanft in sie hinein. 

Manchmal spürst du eine Körperstelle ganz besonders. Dort haben sich die Gefühle abgelagert. Weiches Atmen kann helfen, dich wieder zu entspannen.

 

Sei gewiss, deine Gefühle und Körperempfindungen werden sich auflösen, je mehr Aufmerksamkeit du ihnen gibst. Wenn du kannst und willst, frage sie einmal: "Warum seid ihr da? Was habt ihr mir zu sagen?"

 

 

Eine besondere Herausforderung ist es, das eigene, ungeliebte Verhalten anzunehmen.

 

Sei gewiss, es hat immer einen Grund, dass du dich gerade so verhältst oder fühlst und vielleicht liegt er weit zurück in deiner Kindheit.

Du darfst wütend auf jemanden sein und anstatt dem anderen lieblos zu begegnen, kannst du dich mit deinem Atem auf deine Wut konzentrieren, oder was immer dein Gefühl gerade ist.

 

Wenn du sie sehr stark spürst, kannst du auch einmal kräftig schreien. Nimm dabei vielleicht ein Kissen vor den Mund, damit du ungestört losbrüllen kannst.

 

 

Durch das Schreien lösen sich angestaute Emotionen auf und es wird Platz geschaffen für ein neues Erleben. Manchmal ist es auch gut, einen anderen zu bitten, dass er für dich stellvertretend schreit. Wenn du anfangs noch Schwierigkeiten hast, deine Wut da sein zu lassen, kann diese Unterstützung sehr hilfreich sein.

 

Wenn du spürst, dass du selbst dich ablehnst, dann kannst du anfangen, mehr auf dich und deine Gefühle zu hören. Sei dir immer bewusst: Du bist richtig, so wie du bist. Ja du bist liebenswert und dir steht es zu, dich zu lieben für alles, was du tust, denkst und fühlst.

 

Solltest du Hilfe brauchen, bin ich gerne für dich da und begleite dich mit der Mentalfeldtechnik. Das bringt dich noch schneller in deine Kraft.

 

 

 

Schau auf dich selbst, wenn du andere ablehnst. Es ist immer ein Beweis dafür, dass du dir selbst keine Liebe schenkst.

Dann fange bei dir an, dich so vollständig wie möglich sein zu lassen, mit allem, was du fühlst und denkst anzunehmen und dir Zuwendung zu geben.

 

Für mich war es besonders wichtig, mir meiner Gefühle erst einmal bewusst zu werden.

 

Dafür brauchst du ein wenig Zeit und die Bereitschaft, tiefer in deinen Körper zu sinken, damit du etwas spüren kannst.

Es tut gut, seine Gefühle einzuladen und ihnen klar mitzuteilen, dass sie nun gesehen werden.

 

 

Ich musste mir sogar erst einmal bewusst sagen: "Ich verurteile mich jetzt nicht mehr wegen meinen Gefühlen. Sie dürfen da sein und sich zeigen. Es ist nicht schlimm, Wut, Angst oder Lieblosigkeit zu spüren. Alles hat seine Berechtigung und darf sein."

 

Ein befreiender Schritt, wenn du dich für deine Gefühle öffnest, ist die Vergebung. Du kannst dir selbst vergeben, dass du so achtlos warst und deine Gefühle verdrängt hast. Du kannst ihnen sagen, dass du dich ab jetzt mehr um sie kümmerst und sie sehen und fühlen willst. 

 

Manchmal hilft es mir auch, das Gefühl als eine Person zu sehen. Ich schaue mir dann diese Person an, lasse sie toben oder nehme sie in den Arm, spreche mit ihr und höre mir an, was sie mir zu sagen hat. Das schafft Nähe und Verbundenheit zu dir selbst und lässt dich leichter annehmen, was ist.

 

 

 

Hier ein mögliches Gespräch mit dir selbst und deinen Gefühlen in Form eines Gedichtes.

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Gespräch mit meinen Gefühlen
Gedicht, in dem Kontakt aufgenommen wird mit den Gefühlen und ihnen die Möglichkeit gegeben wird, sich zu zeigen.
Gespräch mit meinen Gefühlen.mp3
MP3 Audio Datei 2.7 MB

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