Weißt du, was du willst?

Wie oft hat man dir diese Frage schon gestellt?

Wie oft hast du dich das selbst gefragt?

Vielleicht ist es dir als Kind auch so ergangen, dass du dich zwischen all den vielen Angeboten und Alternativen nicht entscheiden konntest. Dann war ein genervtes "Weißt du jetzt endlich, was du willst?" zu hören oder jemand sagte : "Komm, wir lassen es lieber, du weißt ja doch nicht, was du willst."

Mir geht es heute noch manchmal so, dass ich bei all den vielen Verlockungen nicht weiß, was ich eigentlich will und das spiegelt sich dann in einer Lustlosigkeit wieder, die mir oft die Freude nimmt.

Aber hier geht es nicht nur um Entscheidungen über angebotene Waren oder Dienstleistungen, hier geht es vielmehr um die Dinge, die mir besonders gut liegen, die mir Freude machen und die einfach so aus mir heraus wollen.

 

Vielleicht wurden dir die Dinge immer vorgesetzt, wurde dir vorgeschrieben, wie du es zu machen hast und du bist zunächst einmal gar nicht in der Lage, deine wahren Wünsche, deine Bedürfnisse wahrzunehmen. Sie schlummern in dir und wollen aufgeweckt werden.

Wie kannst du dabei vorgehen? Was ist schwierig daran?

 

Was die wenigsten von uns gelernt haben, ist dieses nach innen Lauschen, das Hören auf die eigene, innere Stimme oder das Mitgefühl mit unseren eigenen Gefühlen.

Nimm dir einmal einen Moment Zeit und atme sanft in deinen Bauchraum hinein. Achte dabei darauf, wie dein Körper sich anfühlt und lass es ruhig zu, dass Gefühle kommen. Wer sich lange keine Zeit für sich selbst genommen hat, der braucht ein wenig Übung, damit sein "System" kapiert, dass er/sie es ernst meint. 

Vielleicht magst du eine Hand auf dein Herz legen, um noch tiefer in dich hinein zu spüren und dir mehr zu vertrauen. Sei gewiss, du kannst dich auf dich verlassen.

Am Anfang ist es völlig ungewohnt, sich mit dieser Frage zu befassen, weil wir es nicht gelernt haben, nach unserem Wollen zu fragen. Als Kinder hat es oft niemanden interessiert, was wir wollten. Wir mussten uns fügen, gut benehmen und funktionieren. Begegnen wir uns nun plötzlich mit Achtsamkeit, sind wir häufig erst mal überfordert und können damit gar nichts anfangen.

 

 


Ein Brief an dein Ich


Dann kann es hilfreich sein, uns selbst einen Brief zu schreiben. Dabei kann ich mir selbst mitteilen, wie wichtig ich für mich bin. Ich kann mir auch sagen, dass ich mich lange nicht um mich  gekümmert habe, dass ich mir vielleicht sogar egal war und dass ich mir  jetzt Zeit nehmen möchte für mich.

 

Vielleicht dachtest du, du musst immer für andere da sein, dann schreib es auf, vielleicht teilst du auch deine Gefühle mit dir selbst und notierst, was du gerade wahrnimmst. Schreibe einen Brief, als wärst du eine lange vergessene Freundin, mit der du endlich wieder mal Kontakt aufnehmen möchtest. Sei ehrlich, auch wenn du dir mitteilst, dass du gar nicht weißt, ob das überhaupt Sinn macht, was du da tust.

 

Vielleicht kannst du eine Entspannung spüren, weil sich etwas löst, was lange angestaut war, nimm alles wahr und teile es dir selbst mit. Sei mitfühlend, wenn Gefühle hochkommen, lasse sie da sein.

 

Das Schreiben hilft dir, dich voll und ganz auf dich zu konzentrieren und stärkt dein Gefühl, eine Person zu sein, die es wert ist, dass man sie sieht.

Wenn Gefühle hochkommen wie Wut oder Traurigkeit, Enttäuschung oder Hass, dann lass sie einfach da sein. Nimm sie wahr und wenn du magst, atme sanft und tief in deinen Körper hinein. Spüre deinen Atem. Wenn es dir hilft, kannst du beim Ausatmen auch Geräusche machen.

Schreibe 20 Minuten lang, was auch immer du dir selbst mitteilen möchtest. Achte darauf, dass du den Schreibfluss nicht unterbrichst. Sollte dir einmal nichts einfallen, dann mach Schreibbewegungen auf dem Papier, bis die Worte wieder zu fließen beginnen.

 

Dein Inneres wird sich riesig freuen über diesen Brief. Genauso wie du dich über einen Brief einer alten Freundin freuen würdest, von der du lange nichts gehört hast. Teile dich dir selbst mit und wirf einen Blick darauf, wie du dich gerade im Moment fühlst und siehst. 

 

Wasser Trinken


Wahrscheinlich wirst du jetzt denken, was soll das denn?

Ja, ich möchte dich tatsächlich daran erinnern, Wasser zu trinken. Sobald du anfängst, sanft und bewusst zu atmen, sprichst du deine gesamte Körperstruktur bis auf die Qantenebene an, jede einzelne Zelle spürt, dass etwas Neues in dir geschieht und wird hellwach. So viel Aufmerksamkeit hast du noch nie bekommen, zumindest nicht von dir selbst. 

Lass dich fallen in dieses Gefühl von wohliger Wärme und führe frisches Wasser zu, damit dein Körper diese Prozesse besser steuern kann. Deine Körperflüssigkeiten können besser fließen und somit Informationen und wichtige Nährstoffe besser transportieren.

Bei solch einem intensiven Prozess können vermehrt Giftstoffe freigesetzt werden. Diese werden dann mit Hilfe des Wassers abtransportiert.

Es kostet deinen Körper auch Energie, diesen Veränderungsprozess durchzuführen. Mit Wasser führst du deinem Körper Energie zu.

 

 

Das "Wollen" heilen


Wenn du magst, dann atme jetzt sanft ein und aus und spüre tief in dich hinein. Komme immer mehr bei dir an. Nimm ein paar Atemzüge und verbinde dich dann mit deinem Wollen, das tief in dir drin verborgen ist. Vielleicht hast du es noch nie richtig gesehen, vielleicht hat es noch nie deine Aufmerksamkeit bekommen. Es enthält all deine Ideen, die Dinge, die dir Freude bereiten und die dein Herz zum Jubeln bringen. Sie entsprechen deinen Fähigkeiten und gehen dir ganz leicht von der Hand.

 

Du kannst dir vorstellen, dass dein Wollen wie ein kleines Samenkorn in dir drin liegt, das wachsen möchte. Bereite ihm einen guten Boden. Du kannst dir vorstellen, wie du es in deinen Händen hältst und Liebe zu ihm hinfließen lässt. Spüre deine starke Verbindung mit deinem Wollen.

Nähre dein Samenkorn gut, damit es wachsen und gedeihen kann und daraus eine ansehnliche Pflanze wird.

 

Vielleicht kommen Gefühle in dir hoch, dann nimm sie einfach nur wahr und lasse sie da sein. So ein erster Kontakt mit diesem Teil von uns kann uns schon sehr zu Herzen gehen.

 

Vielleicht magst du der Pflanze sagen: "Ich sehe dich und ich freue mich auf dein Wachsen. Ich bin gespannt, was aus dir wird. Ich will dich hegen und pflegen und mir alle Mühe geben, damit aus dir eine wunderschöne Pflanze werden kann." Spüre kurz nach.

 

"Ich werde dich gießen, so wie du es magst, dir einen geeigneten Standort aussuchen und dir Nahrung geben. Nichts soll dir im Weg stehen oder dich behindern in deinem Wachstum." Spüre hier, wie die Liebe zwischen euch fließt.

 

"Du bist mir sehr wichtig, denn du gibst meinem Leben einen Sinn. Wenn ich dich aufziehe, werde ich meine Bestimmung finden und meine Wünsche und Ziele erreichen. Ich danke dir, dass es dich gibt." Spüre die Dankbarkeit in dir.

 

Vergebung aus deiner Mitte

Es gibt sicher viele kleinere aber auch größere Erlebnisse, die dich in deinem Wollen blockiert haben. Rufe dir einmal alle Personen auf, die dir ein solch schmerzhaftes Erleben zugefügt haben und schreibe eine Liste mit den dazugehörigen Ereignissen.

 

Dann stelle dir eine dieser Personen vor. Spür noch einmal den Schmerz in dir und vielleicht magst du die Person selbst als kleines Kind wahrnehmen, dem großes Leid geschehen ist. Spüre das Mitgefühl mit ihr und sage dann: "Ich vergebe dir und ich vergebe auch mir." Nimm wahr wie sich in dir etwas verändert. Manchmal musst du mehrmals der gleichen Person vergeben, bis der Schmerz ganz von dir gewichen ist.

 

Stell dir danach die Frage: Was habe ich aus der Situation gelernt? Inwiefern hat sich mein Leben dadurch verbessert?

Du wirst eine Leichtigkeit, eine Erleichterung merken. Du bist nicht nur Schmerz losgeworden, nein auch ein lange gehegter Groll hat sich aufgelöst.

 

 

Wenn du all diese Schritte gegangen bist, kannst du beginnen, deine Wünsche zu sammeln.

Im nächsten Beitrag bekommst du Anregungen, wie das am besten geht und wie dir die Realisierung leichter gelingt.

Solltest du Fragen dazu haben, bin ich jederzeit bereit, dir zur Seite zu stehen. Gerne kannst du mit mir Kontakt aufnehmen.

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