Schaffe einen guten Boden für deine Wünsche

In den letzten beiden Wochen haben wir uns mit unseren Wünschen, unserem Wollen beschäftigt. 

Wenn unsere Wünsche in uns wachsen und reifen sollen, dann brauchen sie erst mal einen guten Boden. Du kannst dir vorstellen, dass du ebenso wie eine Pflanze mit der Erde verbunden bist. Von ihr bekommst du Nährstoffe und wächst und gedeihst.

 

Manchmal verlieren wir den Kontakt zum Boden, unseren Halt, fühlen uns überfordert, meinen, wir müssten etwas leisten und sind unzufrieden mit dem, was gerade ist.

Ich mache mir in solchen Situationen immer wieder bewusst, dass ich mich in einem Entwicklungsprozess befinde. Ich habe damit begonnen, mir mehr Aufmerksamkeit zu geben, bin mehr bei mir und frage sogar nach meinem Wollen. Dann suchen mein Körper, meine Seele nach einem Weg, um sich an all die Veränderungen anzupassen.

Um zu meinen Wünschen zu gelangen, gebe ich zunächst diesen Prozessen Raum.

 

Mit jedem sanften Atemzug, dem bewussten Spüren meines Atemflusses vollzieht sich eine winzig kleine Veränderung in meinem Körper. Sehr viel Härte fließt ab und das ist wichtig, damit ich mir überhaupt erlauben kann, meine Wünsche wahrzunehmen. Ich habe sie unterdrückt mit einer Härte, mit Druck und nun ist mein Körper erst einmal dabei, sich umzustellen, sich an meine neue Umgangsform zu gewöhnen.

 

Nicht nur der Körper ist dann gefordert, auch das Ich fühlt sich bedroht, denn alles, was es sich aufgebaut hat, fällt auf einmal zusammen. Da ist keine Härte mehr, es fehlt der Druck, der anscheinend alles zusammengehalten hat. Es können dann Gefühle aufkommen wie

Angst

sich nutzlos fühlen

verwirrt sein

nichts geht mehr

Widerstand

Traurigkeit

Wut

Unsicherheit

weil dein Ich sich so bloßgestellt fühlt, so ohne die alten Muster. Es denkt, es würde fallen. 

Du kannst es dir vorstellen wie ein kleines Kind, das ganz alleine, verloren und verlassen da steht und nicht weiß, was es jetzt tun soll. 

Du kannst es liebevoll an die Hand nehmen oder auch in deinen Arm und ihm sagen:

"Ich bin da und ich kümmere mich jetzt um dich. Ich sehe deine Angst, deine Traurigkeit oder auch deine Wut. Ich weiß, du fühlst dich gerade nicht sicher. Komm, ich will dich halten, dir ganz nahe sein, wann immer du mich brauchst. Ich bin da."

Atme sanft mit ihm. Es hat so viel Härte erfahren und wird gewiss eine Weile brauchen, bis es deine sanfte Umgangsweise annehmen kann.

 

 

Wenn der Körper reagiert

Auch dein Körper kann Reaktionen zeigen, weil er womöglich bei dieser neuen Entwicklung gar nicht so schnell mitkommt Bisher hast du ihm keine Achtung geschenkt und er hat sich an diesen Zustand gewöhnt. Deine Zellen, deine Organe, selbst deine Knochen und Gelenke sind voll von Informationen  dieser Verhärtung. Stell dir mal so einen harten, ausgetrockneten Boden vor. Da kann nichts wachsen und gedeihen.

Je mehr du sanft und bewusst atmest, umso mehr kommen deine Körperflüssigkeiten in Bewegung, werden von Sauerstoff durchtränkt und stellen sich auf dieses sanfte Fließen ein. Es ist als ob du den Boden mit Flüssigkeit versorgst, so dass er weicher  wird und besser bearbeitet werden kann.

 

 


Den Boden verbessern

Um die Qualität deines Bodens  zu verbessern, ist es erst einmal wichtig, einen guten Kontakt zur Erde zu schaffen.

Du kannst dir diese Verbindung über deine Füße vorstellen, indem du sie fest auf den Boden stellst und deinen Atem durch dein Becken, durch deine Beine, in deine Füße strömen lässt. Spüre die Verbindung zur Erde und nimm beim Einatmen die Nährstoffe aus der Erde auf, die du jetzt für dein Wachstum brauchst. Die Erde weiß, was gut für dich ist. Sie gibt dir:

Liebe

Vertrauen

Zuversicht

Mut

und vieles mehr.

Das lockert unseren Boden und bringt eine neue Schwingung in unseren Körper, unser Organe, Muskeln, Zellen und Knochen, aber auch in unseren Energiekörper. (Das ist die Schicht, die unseren physischen Körper umgibt. Sie bildet sozusagen einen energetischen Schutz um unseren Körper.)

 

Den Wünschen Begegnen

Wenn du nun so gut vorbereitet bist, kannst du deinen Wünschen begegnen.

Konzentriere dich dafür auf deinen Herzraum.  Lass Liebe einfließen und fühle hinein in diesen Bereich. Hier sind deine Wünsche und Träume gespeichert. Vielleicht fallen dir gleich eine ganze Menge ein, dann schreib sie auf. 

Vielleicht spürst du Druck und eine Enge. Genau, du hast deine Wünsche lange nicht gesehen. Das kann nun richtig weh tun. Sei ganz sanft mit diesem Bereich, lass vorsichtig deinen Atem hierhin fließen und sei mit dem, was ist. 

Es ist so als würdest du deinem verängstigten Kind erst einmal Raum geben zu sich zu finden, in seine Ruhe und in seinen Frieden zu kommen. Möglicherweise ist es misstrauisch und sehr vorsichtig, schaut sich erst einmal um, damit es sich orientieren kann, wo es überhaupt ist. Lass ihm Zeit sich einzugewöhnen. Stell dir vor, wie es sich an die Umgebung gewöhnt, schenk ihm deine Nähe und lass auch Gefühle zu.

 

Ich gebe meinem Kind dann Raum und lasse ihm Zeit, bin da, um es zu halten, es zu spüren, seine Empfindungen wahrzunehmen und mit ihm zu atmen.

Manchmal kommen Bilder oder Situationen, durch die ich sanft mit meinem Kind hindurchatme, bis auch mein Herz langsam weicher und ein klein bisschen weiter wird.

 

Ich nutze auch die Cortexbalance, die mich entspannt. Manchmal führe ich sie mehrmals hintereinander durch, bis ich die Entspannung in meinem Körper fühlen kann. ( Sollte dennoch keine Entspannung eintreten, kann eine BodyTalkBalance oder die Anwendung einer Mentalfeldtechnik erforderlich sein.)

Wenn du dich entspannt hast, kannst du dich auf dein Herz konzentrieren und dabei ein paarmal sanft ein- und ausatmen. Beginne danach, dir alle Wünsche aufzuschreiben, die dir in den Sinn kommen. Denke dabei nicht nach, ob die Dinge umsetzbar sind oder nicht. Alles ist möglich!

 

Vielleicht merkst du, wie bei manchen Wünschen dein Herz aufgeht, bei anderen wird es schwer, weil Zweifel kommen.

Lass dich jetzt erst einmal auf die Wünsche oder den Wunsch ein, der sich gut anfühlt, der tief aus deinem

Inneren zu dir spricht.

Schick diesem Traum Liebe, lass sie zu ihm hinfließen und erlebe, wie dieser Wunsch sich bereits erfüllt hat als wäre er real. Wie fühlst du dich, was erlebst du? Was hörst du, was nimmst du wahr? Erlebe es mit allen Sinnen und nimm auch Kleinigkeiten wahr. Spüre wie die Liebe sich mehr und mehr in dir ausbreitet. Beschreibe danach deinen Traum, indem du das aufschreibst, was du empfunden, gesehen, gehört, geschmeckt oder gerochen hast.

 

Und dann tu das Wichtigste. Überlege dir einen kleinen Schritt, den du in Richtung Wunscherfüllung in den nächsten 24 Stunden tun wirst und fange an!


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