Wenn Menschen dich erdrücken

Eine ganz geöffnete rote Mohnblumenblüte
Gefühle annehmen - sich entfalten

 

Heute greife ich ein Thema auf, das sicher viele von euch kennen. Ihr wollt euch entfalten wie diese Blume im Bild, euch ausbreiten. Doch ihr seid umgeben von Menschen, die selbst nicht in die Verantwortung gehen für ihr Handeln.

Sie beschuldigen andere, weil es ihnen schlecht geht und du gerätst in ihre Schusslinie.

 

Du fühlst dich abgewiesen, zurückgestellt, angegriffen oder du bist wütend über einen solchen Angriff. Es fällt dir schwer, dich zurückzuhalten und oftmals entsteht daraus ein zerklüftender Streit.

Du kannst kaum noch durchatmen, dir fehlt der Freiraum und du ziehst dich zusammen.

Möglicherweise ist aber auch Rückzug deine einzige Möglichkeit, mit der Situation umzugehen. Du weißt nicht mehr, wo dir der Kopf steht und gehst am liebsten allem und jedem aus dem Weg. Konfrontation kommt für dich auf keinen Fall in Frage.

Die Situation macht dich traurig und du siehst keinen Ausweg mehr.

 

Wie kannst du diesem Menschen in der Zukunft begegnen?

 

Selbstwahrnehmung

Erst einmal ist es wichtig, dass du dich wahrnimmst. Allzu schnell sind wir beim Anderen und geraten in vorwurfsvolle, angreifende Muster.

Wie geht es dir gerade?

Wenn du magst, beginne mit dem sanften Atmen und spüre in dich hinein. Nimm dabei deinen Körper wahr und schicke den Atem besonders in die Körperstellen, die du gerade verstärkt wahrnimmst.

 

Vielleicht gehen deine Gedanken jetzt zu demjenigen, der dich beschuldigt hat, der dir etwas vorgeworfen hat und du spürst deine Verletztheit oder deine Wut.

Lass alles da sein und finde dich selbst mit allem, was gerade ist.

Fühlst du dich als Opfer? Als Zielscheibe? Wie ein verletztes Kind?

 

Hast du dich zur Verfügung gestellt als Zielscheibe? Ob du es glaubst oder nicht, eine solche Situation hat einen Nutzen für dich.

 

1. Du erkennst dich selbst.

2. Du siehst, wo du nicht in der Verantwortung für dich selbst bist.

3. Du hast die Chance, dich um den Teil zu kümmern, dem es jetzt gerade nicht so gut geht.

4. Du kannst diesen Teil wieder integrieren, ihn annehmen.

5. Du wirst seltener solche Angriffe in dein Leben ziehen.

Gefühle annehmen

Du erkennst zunächst einmal deine Gefühle und Gedanken und das damit einhergehende Körpergefühl. Du spürst etwas bei dir und kannst jetzt mit allen Sinnen deine Situation wahrnehmen.

Hier geht es um Konzentration und Bündelung deiner Energie im Inneren. Du bist nicht im Außen und läufst auch nicht vor dir selbst davon, indem du verdrängst.

Du stellst dich dem, was ist und beginnst, dich zu durchleuchten.

Das gibt dir Macht über dich.

 

Du gehst in die Verantwortung, indem du den Anderen außen vor lässt. Du kannst sogar noch einen Schritt weiter gehen und dich in Gedanken bei deinem Gegenüber bedanken, dafür, dass er oder sie dich getriggert hat, dass er oder sie dich in deine Gefühle führt und dir klar und deutlich zeigt, wo du getroffen bist und womit du in Resonanz gehst.

Dein Herz hat gesprochen und es wird dich leiten.

Nur weil der andere das getan hat, kannst du jetzt etwas für dich tun.

 

Dieser Augenblick ermöglicht es dir, dich um deine Gefühle zu kümmern. Es sind deine Gefühle und diese haben mit dem anderen nichts zu tun.

Nehmen wir einmal an, du bist sehr verletzt, du fühlst dich zutiefst gekränkt, schwach und handlungsunfähig. Vielleicht fließen erst einmal die Tränen und du spürst große Traurigkeit und Verletztheit.

Hier geht es nun darum, Verantwortung für diesen verletzten Teil zu übernehmen. Du bist nicht als Ganzes diese(r) Verletzte. Es ist nur ein Teil von dir, der sich so unwohl fühlt, auch wenn du es im Moment ganz anders empfindest.

In dir ist auch ein sehr liebevoller Teil, ein Teil, der vertraut, ein Teil der Verantwortung übernehmen kann.

Du kannst dir vorstellen: Du bist der/die Erwachsene, der/die sich um sein/ihr inneres Kind kümmert und wie eine Mutter für es sorgt.

Wende dich diesem getroffenen Teil zu, sag ihm, dass du ihn siehst, ihn fühlst, dass er dir womöglich sogar sehr vertraut ist und begegne ihm in Liebe.

Vielleicht fallen dir Situationen aus deiner Kindheit ein, in denen du sehr verletzt wurdest, wo du mit deinen Gefühlen ganz allein warst. Jetzt bist du erwachsen und du kannst dich deinem inneren Kind zuwenden.

 

So wird es dir möglich, diesen Teil zu integrieren. Vielleicht musst du dich mehrmals mit ihm verbinden, bewusst deine Liebe fließen lassen und ihm versichern, dass du jetzt ganz und gar für ihn da sein willst.

 

Je mehr du in die Verantwortung für dich gehst, dich um dein Inneres kümmerst und gut für dich sorgst, umso weniger haben andere einen Grund, dir deine Verantwortungslosigkeit durch ihr eigenes verantwortungsloses Verhalten zu zeigen.

Sie müssen dir nichts mehr spiegeln und sehen dich frei von Verletztheit und Enttäuschung.

 

Nimm dir die Zeit für dich. Dein inneres Kind und dein Außen werden es dir lohnen!

 

Sollte dir dennoch im Außen wieder und wieder dieses Beschuldigt werden begegnen, dann kann ich dir eine BodyTalk -Balance oder das Erlernen der Mentalfeldtechnik empfehlen. Dann liegt ein hartnäckiges Glaubensmuster zugrunde, das dich immer wieder triggert.

Ich helfe dir gerne, es aufzulösen.

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