Der Kampf mit den Widerständen

Bist du schon einmal deinen Widerständen begegnet? Du möchtest etwas tun und es geht nicht. Du bist nicht dazu in der Lage.

 

Oder warst du schon einmal einer Situation ausgesetzt, vor der du am liebsten weglaufen wolltest, die du so nicht haben wolltest?

 

Kennst du diesen Kampf gegen etwas oder dieses fiese nichts - geht - mehr - Gefühl?

 

Immer wieder schlitterst du in die gleiche Situation und bist machtlos deinen Gefühlen ausgeliefert.

 

Vielleicht tauchen Wut, Machtlosigkeit, Scham oder Ablehnung auf, aber du kannst diese Gefühle überhaupt nicht begreifen. Wo kommen sie her?

 

Deine Geduld wird mächtig strapaziert und schließlich gibst du auf oder du kämpfst bis ins Unermessliche, gehst über deine Grenzen.

Du fühlst dich immer wieder als Verlierer oder Versager, der seine Ziele nicht erreicht, erfolglos ist und dessen Anstrengungen nichts nützen.

Was kannst du tun, um aus diesem Dilemma auszusteigen?

 

Gefühle annehmen

Du befindest dich in einer außerordentlich angespannten Situation. Nichts läuft wie du es gerne möchtest. Du weißt schon gar nicht mehr der wievielte Versuch es ist, den du da gerade unternimmst, um aus deiner misslichen Lage herauszukommen. Und insgeheim denkst du sowieso schon an deine Niederlage, an die Erfolglosigkeit, mit der deine Aktion garantiert wieder mal gekrönt sein wird.

 

In dieser Erwartung liegt ein Muster begraben nach dem du dein Streben ausrichtest. Ich strenge mich an und komme zu Fall. Ich verausgabe mich und erreiche - nichts. Ich mache mir Gedanken wie ich meine Situation verbessern könnte und doch holt mich das "böse" Schicksal wieder ein. Es macht doch eh alles keinen Sinn, aber ich muss weiter kämpfen.

 

Wenn ich mich in einem solchen Modus befinde, dann halte ich zuerst einmal inne, beginne mit sanftem Atmen,  und öffne mich dafür, mein kämpferisches Bestreben anzunehmen und söhne mich mit meinem Widerstand aus.

Ich nehme in einem nächsten Schritt auch den Teil von mir an, der mich beschimpft, dass ich mich so verausgabe, dass ich mir ständig Aktionen ausdenke, die doch sowieso nichts bringen und dass ich doch endlich mal zur Ruhe kommen soll. Die Übung zum Annehmen findest du gleich hier.

 

Ich lade dich dazu ein, sie gleich einmal auszuprobieren.

 

Download
Annehmen was ist eine Meditation.m4a
MP3 Audio Datei 12.3 MB

 

 

Wie fühlst du dich jetzt?

 

Vielleicht ein bisschen leichter.

Es tut gut, diese Annehmmeditiation für hartnäckige Themen mehrmals durchzuführen bis du das Gefühl hast, jetzt breitet sich wirklich Friede aus in mir und meine Kampflust lässt nach. Wichtig ist, dass du alles wahrgenommen hast, was da gerade ist, in allen Facetten und Ausprägungen. Dann kannst du dich leichter verabschieden.

  

 

Kontakt mit dem inneren Kind

Diese Themen kommen einem oft vor wie ein kleines Kind, das so lange quengelt, bis man es endlich gesehen hat und auf es eingeht und sich mit ihm auseinandersetzt. Und tatsächlich gehen diese Angelegenheiten eigentlich immer auf unsere Kindheit zurück. So beschäftigt sich dein inneres Kind so lange mit diesem Inhalt bis du aus dem Kampfmodus heraus willst und ihm deine Aufmerksamkeit gibst.

 

Deshalb ist es ein guter nächster Schritt, sich mit dem kleinen Kind ein wenig zu beschäftigen, sich ihm liebevoll zuzuwenden und ihm zu erklären, warum nun sein Muster nicht mehr gelebt werden muss. Es darf sich jetzt entspannt zurücklehnen, sich tragen lassen oder auch trösten lassen, weil es so lange vergebens gekämpft hat.

 

Das sorgt für eine zusätzliche Entspannung und Erleichterung. Lass dich mehr und mehr in die Geborgenheit und in deine eigene Liebe fallen und sei gewiss, du musst nicht mehr länger kämpfen.

 

Und hier noch ein Gedicht, das du deinem inneren Kind vorlesen kannst:

 

Kontaktaufnahme

 

Meine Kleine, ich halte dich im Arm,

meine Kleine, wird dir ein bisschen warm?

Wie sehr hast du dich bemüht,

hast vor Ideen nur so gesprüht,

warst immer da und immer wach,

kanntest kein Weh und auch kein Ach,

gingst manchmal über deine Grenzen.

Meine Liebe zu dir hielt sich in Grenzen.

 

Jetzt steh ich hier und fühl mich schwach,

was kitzelt meine Liebe wach?

Du, ja du kannst heilen,

wenn wir ein bisschen hier verweilen,

gemeinsam atmen ohne zu eilen.

Uns dabei in die Augen sehen

und dichter hier zusammen stehen.

 

Komm und finde dein Gleichgewicht,

erzähl mir deine dir eigene Sicht.

Alle Gefühle dürfen jetzt sein,

tauche ganz tief in sie hinein.

Du bist vollkommen okay.

Manches tut noch ganz schön weh.

Komm, ich teile deinen Schmerz,

öffne mir dein großes Herz.

 

Sag mir, was du gerade brauchst.

Ich lasse alles zu, auch wenn du fauchst.

Sag mir, was dir Freude macht,

ich will dass deine Seele wieder lacht.

 

So  wird alles gut gedeihen,

wenn wir einander verzeihen.

Claudia Karoline Baur

 

Widerständen in einer Familienaufstellung begegnen

Manche Widerstände sind sehr hartnäckig und stellen dich dermaßen auf die Probe, dass du zwar mit deinem inneren Kind reden kannst, sich jedoch kaum eine Veränderung zeigt.

 

Dann ist es ratsam, in einer Familienaufstellung die Befindlichkeit der Widerstände anzuschauen. An ihrem Blick, ihrer Körperhaltung, der Gestik und Mimik kann man erkennen, wie es dem Widerstand gerade geht. Wieviel Nähe oder Abstand hat er zu dir?

Mit Worten, deiner Stimme, Zuwendung oder auch einer einladenden Geste kannst du das Befinden des Widerstandes verbessern.

Gerne führe ich dich durch einen solchen Prozess.

 

Du wirst freier und deine Energie kann wieder besser fließen. Deine Widerstände werden von Widersachern zu Freunden. Lass dich überraschen.

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